Schloss Mühlberg
Die Bezeichnung Grenzgänger ist wohl die passende, wenn man Mühlberg mit einem Wort beschreiben soll. Die Wogen der Geschichte haben es immer wieder verschiedenen Ländern zugespielt. Gehörte es einst zu Sachsen, so wurde es später an Preussen abgetreten, kam in das Land Sachsen-Anhalt und gehört seit 1990 nach Brandenburg, obwohl sich eine Mehrheit für Sachsen ausgesprochen hatte. Das Schloss steht auf den Resten einer Burg aus dem 12. Jahrhundert. Diese wiederum hatte ihre Wurzel in einer noch älteren slawischen Befestigung. Im 12. Jahrhundert wurde sie durch den Markgrafen von Meissen übernommen. Das Mauerwerk der Kapelle stammt noch aus dem 13. Jahrhundert. Ein Stadtbrand vernichtete die alte Burg und Herzog Moritz von Sachsen errichtete 1545 hier einen neuen Herrschaftssitz. 1773 wurde das Anwesen komplett umgebaut. Noch heute erkennt man diese Jahreszahl an der Wetterfahne. Zu dieser Zeit war das Schloss der Verwaltungssitz der Stadt und Jagdsitz des Kurfürsten. Kurfürst August legte in dieser Zeit im Burggraben einen Saugarten und einen Bärenzwinger an. 1815 fiel das Städtchen mit dem Schloss an die Preussen. Später hatte das Schifffahrtsamt hier seinen Sitz. Danach waren Wohnungen im Schloss eingerichtet. 1999 kaufte Hartmut Schröter aus Kossdorf den Herrensitz. Er hat grosse Pläne mit dem Schloss. Neben gastronomischen Einrichtungen sollen auch Ausstellungen untergebracht werden.      




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