Schloss Lipsa
Eine barocke Schönheit befindet sich ein paar Kilometer westlich von Hohenbocka - das Schloss Lipsa. Bis 1671 gehörte Lipsa den Herren von Gersdorff. Danach wechselten oft die Besitzer. 1726 ist eine Freifrau Eugenie von Löwendahl genannt. Sie saß hier bis 1768. Vermutlich stammt der alte Schlossbau aus dieser Zeit. 1831 gelangte das Anwesen wieder in die Hände eines Graf Ernst von Gersdorff, welcher aber wegen Unterschlagung einsitzen mußte. Das Schloss kam dann in den Besitz von Carl August Tölke, dann in die Hände von Dr. Walter Naumann. Erst im Jahr 1914 ließ der preußische Regierungsrat Paul von Schuhmann das Gebäude erweitern. Er war 1895 vom Kaiser geadelt worden und wollte nun seinem Stand Ausdruck verleihen. Das Anwesen kaufte er bereits 1913. Das vorhandene Schloss war ihm aber nicht repräsentativ genug. Es erhielt einen zusätzlichen Flügel und hat seit dem einen T-förmigen Grundriß. 1942 hieß der Besitzer der Anlage Carl Maria von Eversfelde, Freiherr von Beversfoerde. Nach der Bodenreform 1945 wurde das Anwesen in ein Altenheim umgewandelt. 1992 erkaufte sich der "Burgensammler" Herbert Hillebrand das Schloss Lipsa. Er besaß zu jener Zeit wohl bereits um die 27 Burgen und Schlösser. Ihm brachte seine Schlösserliebe aber eine millionenhohe Insolvenz ein. Schnell überschrieb er seine Schlösser an seine Kinder und nun gehört Lipsa seiner 1992 geborenen Tochter. Bleibt zu hoffen, dass sie sich der großen Verantwortung um das Geschichtsgut Lipsa bewußt ist. Zur Zeit steht das Schloss leer.      



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