Herrenhaus Friedrichsthal Radeberg
Einige Kilometer nördlich von Radeberg befindet sich die Siedlung Friedrichsthal, welche einst Rittersitz war. 1350 werden an der Stelle 3 Vorwerke genannt. Das hiesige Herrenhaus ist ein erweitertes, schlichtes Barockgebäude. Die Bemühungen einer einstigen Besitzerin, die Schankgerechtigkeit für ihr Gut zu erhalten, vereitelte die damalige Radeberger Braukommune. Vermutlich trägt das Gut seinen Namen nach Friedrich von Fröden, welcher es Ende des 18. Jahrhunderts besaß. Sein Familienwappen ist noch heute am Herrenhaus zu sehen. Bedeutung erlangte das Gut in der Zeit von 1845 bis 1851, als Heinrich August Blochmann, ein bekannter Landwirt seiner Zeit das Gut erwarb. Er besaß zeitweise auch die Rittergüter Zschorna und Wachau. 1894 erwarb dann der berühmte Heilpraktiker Lahmann das Gut und belieferte von hier sein Sanatorium in Dresden Weißer Hirsch. Das Gut blieb weiterhin Landwirtschaftsbetrieb und gab Milch, Fleisch, Obst und Gemüse an die weite Umgebung. 1945 wurde das Gut enteignet. Nach 1950 war ein Altenheim im Gebäude untergebracht. Heute steht das verfallende Gebäude zum Verkauf.      



Home
      Inhalt       Atlas       Textsuche       Kontakt